Bava Batra 189

Kapitel 189

א התם הן חסר הן יתיר א"ל מיהו רביע לא חשיב יתר מרביע חשיב
1 da sagte er zu ihm: es sei weniger oder mehr; ein Viertel ist nicht von Bedeutung, mehr als ein Viertel aber ist wohl von Bedeutung,
ב דכיון דחזי ליה לאיצטרופי בתשעת קבין הויא לה ארעא חשיבתא באפי נפשא והדרא
2 denn da sie zusammen neun Kab ergeben, so gelten sie als Grundstück für sieb und müssen zurückgegeben werden. –
ג ת"ש האונאה פחות משתות נקנה מקח יותר משתות בטל מקח שתות קנה ומחזיר אונאה
3 Komm und höre: Raba sagte: Beträgt die Übervorteilung weniger als ein Sechstel, so ist der Kauf gültig, wenn mehr als ein Sechstel, so kann der Kauf aufgehoben werden, und wenn ein Sechstel, so ist der Kauf gültig und der Betrag der Übervorteilung zurückzuzahlen.
ד אמאי ליהדר עד פחות משתות ש"מ כל היכי דבעי לאהדורי כולה מהדר
4 Weshalb denn, sollte er Hoch nur bis auf den Betrag von weniger als einem Sechstel zurückzahlen. Hieraus ist also zu entnehmen, daß man, wenn man zurückgeben muß, alles zurückgeben müsse!? –
ה הכי השתא התם מעיקרא שוה בשוה א"ל מיהו פחות משתות לא ידיעה במנה ומחיל איניש שתות ידיעה ולא מחיל איניש יתר משתות מקח טעות הוא ובטל מקח
5 Was soll dies: da haben sie von vornherein von gleichmäßigem Werte gesprochen; bei einem Betrage von weniger als einem Sechstel ist dies nicht zu merken und er verzichtet darauf, bei einem Sechstel ist dies zu merken und er verzichtet darauf nicht, und bei einem Betrage von mehr als einem Sechstel ist der Verkauf überhaupt auf einem Irrtum beruhend und daher ungültig. –
ו ת"ש המקבל שדה מחברו ליטע הרי זה מקבל עליו עשר בוריות למאה יותר מכאן מגלגלין עליו את הכל
6 Komm und höre: Wenn jemand von seinem Nächsten ein Feld zur Bepflanzung übernommen hat, so muß dieser auf hundert [Bäume] zehn leere mitnehmen; sind es mehr, so wird jenem alles auf gewälzt!?
ז א"ר הונא בריה דרב יהושע כל יתר מכאן כבא ליטע מתחלה דמי:
7 R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, erwiderte: Sind es mehr, so ist es ebenso, als würde er von vornherein zu pflanzen beginnen.
ח מרתף של יין וכו': היכי דמי אי דא"ל מרתף של יין סתם קשיא אי דאמר ליה מרתף זה של יין קשיא
8 E<small>INEN</small> K<small>ELLER MIT</small> W<small>EIN &amp;C.</small> In welchem Falle: hat er mit ihm von einem unbestimmten Keller [mit Wein] gesprochen, so ist dagegen ein Einwand zu erheben,
ט אי דאמר ליה מרתף זה קשיא דתניא מרתף של יין אני מוכר לך נותן לו יין שכולו יפה מרתף זה של יין אני מוכר לך נותן לו יין הנמכר בחנות מרתף זה אני מוכר לך אפילו כולו חומץ הגיעו
9 und hat er mit ihm von diesem Keller mit Wein gesprochen, so ist dagegen ein Einwand zu erheben, und hat er mit ihm von diesem Keller gesprochen, so ist dagegen ein Einwand zu erheben. Es wird nämlich gelehrt: [Sagte er:] ich verkaufe dir einen Keller mit Wein, so muß er ihm Wein geben, der vollständig gut ist; wenn: ich verkaufe dir diesen Keller mit Wein, so gebe er ihm Wein, wie er im Laden verkauft wird; und wenn: ich verkaufe dir diesen Keller, so muß dieser ihn behalten, selbst wenn! er ganz aus Essig besteht. –
י לעולם דא"ל מרתף של יין סתם ותני ברישא דברייתא ומקבל עליו עשר קוססות למאה
10 Tatsächlich wenn er mit ihm von einem unbestimmten Keller gesprochen hat, nur lese man im Anfangsatze der Barajtha: er muß auf hundert [Fässer] zehn kahmige mitnehmen. –
יא ובסתם מי מקבל והא תאני ר' חייא המוכר חבית יין לחברו נותן לו יין שכולו יפה שאני חבית דכולא חד חמרא הוא
11 Braucht er denn, wenn von unbestimmten, solche mitzunehmen, R. Ḥija lehrte ja, wer seinem Nächsten ein Faß mit Wein verkauft hat, müsse ihm vollständig guten geben!? – Anders verhält es sich bei einem Fasse, wobei es sich um ein [Faß] Wein handelt. –
יב והא תני רב זביד דבי ר' אושעיא מרתף של יין אני מוכר לך נותן לו יין שכולו יפה מרתף זה של יין אני מוכר לך נותן לו יין שכולו יפה ומקבל עליו עשר קוססו' למאה
12 Aber R. Zebid lehrte ja im Namen der Schule R. Oša͑jas: [Sagte er:] ich verkaufe dir einen Keller Wein, so muß er ihm vollständig guten Wein geben; wenn: ich verkaufe dir diesen Keller Wein, so muß er ihm vollständig guten Wein geben, und dieser muß auf hundert [Fässer] zehn kahmige mitnehmen,